Neue Zulassungskriterien für das Medizinstudium

Neue Zulassungskriterien für das Medizinstudium

Seit dem 21.03.2019 ist es offiziell: wie Manuela Schwesig (SPD) mitteilte, haben die Ministerpräsidenten der Bundesländer in Berlin dem neuen Staatsvertrag der Länder zur Hochschulzulassung zugestimmt. Es wird sich zwar nicht alles ändern was die Zulassungsvoraussetzungen zum Medizin Studium betrifft, einige Neuerungen gibt es jedoch, die auch für euch interessant sein könnten.

Der neue Staatsvertrag der Länder zur Hochschulzulassung bezieht sich dabei auf folgende Studiengänge: Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. Von der Neuregelung, die den Ländern mehr Spielraum bei den Zulassungskriterien geben soll, erhofft man sich auch, dass ein Teil der Studienplätze gezielt an Bewerber und Bewerberinnen vergeben wird, die sich vorab zu einer Tätigkeit als Landarzt/Landärztin nach dem Studium verpflichten. So will man dem Ärztemangel entgegentreten, der insbesondere in ländlichen Regionen zunimmt.

Hintergrund

Zuvor hatte im Jahr 2017 das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass das Zulassungsverfahren zum Medizinstudium teilweise mit dem Grundgesetz unvereinbar ist und folglich eine Neuregelung bis Ende 2019 verlangt. Im Fokus der Beanstandung stand zum einem die aktuell sehr hohe Zahl der Wartesemester, zum anderen, urteilte das Bundesverfassungsgericht, werden Ortspräferenzen zu stark berücksichtigt. Auch der Umstand, dass es den Hochschulen bislang selbst überlassen war, ob sie neben der Abiturnote auch andere Zulassungskriterien, wie einen Eignungstest zuließen, wurde kritisiert. Der hohe Einfluss der Abiturnote bleibt hingegen bestehen, jedoch sollen sog. Landesquoten eingeführt werden, die die unterschiedliche Notenhöhe in den verschiedenen Bundesländern berücksichtigen.

Zukunftsmusik

In Kraft treten sollen die Neuregelungen ab dem Sommersemester 2020, sodass Medizinstudienplätze ab diesem Zeitpunkt nach neuen Kriterien vergeben werden. Der neue Staatsvertrag kommt dabei den Anforderungen des Urteils durch das Bundesverfassungsgericht nach. Wichtig ist hier vor allem die oben angesprochene Vorabquote, die einen Zugang zum Medizinstudium dem-/derjenigen ermöglicht, der/die sich verpflichtet im Anschluss an das Studium als Landarzt/ Landärztin tätig zu sein: bis zu 20% der Studienplätze sollen auf diese Art vergeben werden. Auch beruflich qualifizierten ohne Abitur kann so der Zugang zum Medizinstudium ermöglicht werden. Weitere 30% der Plätze werden nach der Abiturbestenquote vergeben, wohingegen 10% über eine sog. schulnotenunabhängige Eignungsquote den Zugang zum Medizinstudium ermöglicht bekommen sollen. Die Chance auf einen Studienplatz von Langzeitwartenden soll übergangsweise ebenfalls erhalten bleiben. Die restlichen 60% der Studienplätze sollen wie bisher auch über die Auswahlverfahren der Universitäten vergeben werden. Neu ist hierbei, dass die Fakultäten in Zukunft zwei schulnotenunabhängige Kriterien und einen spezifischen Eignungstest berücksichtigen müssen. Die geforderte Vergleichbarkeit der Abiturnote soll durch einen Ausgleichsmechanismus sichergestellt werden, der hinfällig wird, wenn zwischen den Bundesländern eine annähernde Vergleichbarkeit bei der Abiturnote gewährleistet werden kann.

Weitere Informationen findet ihr unter den nachfolgenden links:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101859/Laender-verabschieden-Staatsvertrag-zur-Zulassung-zum-Medizinstudium

https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung.781602.php

Studienplatztausch

Studienplatztausch

Für alle, die trotz Zulassung nicht an ihrer Wunsch-Uni gelandet sind, heißt es ggf. „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Denn wer erst einmal in Deutschland einen Studienplatz ergattert hat, kann unter Umständen mit Hilfe diverser Tauschportale im Internet, seinen eigenen Studienplatz gegen einen anderen eintauschen. Ob eure Universität einen solchen Tausch grundsätzlich zulässt, erfragt ihr am Besten noch bevor ihr euch z.B. unter https://www.studienplatztausch.de/ oder unter https://www.uni-pur.de/studienplatztausch/ nach einem geeigneten Tauschpartner/einer geeigneten Tauschpartnerin umseht.

Quelle: iStock.com/nortonrsx
Quelle: iStock.com/nortonrsx

Voraussetzungen für einen Studienplatztausch

Voraussetzung für einen erfolgreichen Studienplatztausch ist zunächst einmal, dass man den Studienplatz regulär, das heißt nicht durch eine Klage, bekommen hat. Ausgeschlossen werden muss auch, dass eine Prüfung final nicht bestanden wurde und das Prüfungsansprüche verloren gehen. Zudem sollte es sich nicht um einen Teilstudienplatz handeln. Des Weiteren muss ein Tauschpartner oder eine Tauschpartnerin gefunden werden, der oder die das gleiche Studienfach studiert, sich im gleichen Fachsemester befindet und vergleichbare Scheine erworben hat. Es wird deshalb empfohlen, den Tausch schon einige Monate im Voraus zu planen, Semesterverlaufspläne zu vergleichen und auf mögliche Tauschpartner und -partnerinnen zuzugehen. Je mehr Übereinstimmungen es zwischen dem eigenen Semesterverlaufsplan und dem des Tauschpartners/der Tauschpartnerin gibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Tausch klappt.

Hier erfahrt ihr mehr zum Studienplatztausch im Studiengang Medizin: https://www.studis-online.de/Studieren/Studienplatztausch/tipps_medizin.php

Neben dem regulären 1:1 Tausch ist auch ein sogenannter Ringtausch möglich, bei dem, wie der Name schon erahnen lässt, reihum getauscht wird. Es sind dementsprechend also mehr Studierende involviert, was die Sache natürlich etwas komplexer macht. Wenn Du z.B. von Erlangen-Nürnberg nach Rostock möchtest, Paul von Rostock nach Köln und Katharina von Köln nach Erlangen-Nürnberg, dann könnt ihr reihum eure Studienplätze tauschen. Diese Form des Tauschens ist auch mit mehr als 3 Personen zulässig.

Anlaufstellen für Fragen und Formulare

Wichtig ist in jedem Fall, dass ihr euch bei der Studierendenberatung der Wunsch-Uni über mögliche Einwände seitens der Universität informiert. Denn die in der Prüfungsordnung festgelegten Kriterien für einen Studienplatztausch können sich von Uni zu Uni unterscheiden. Wenn ihr euch nicht schon im Internet informiert habt, erfahrt ihr bei der Studienberatung auch, welche notwendigen Formulare und Zeugnisse ihr bei der Wunsch-Uni einreichen müsst und welche Fristen unbedingt einzuhalten sind. Unter den folgenden links findet ihr ein paar Beispiel Universitäten, die nützliche Informationen zum Studienplatztausch geben.

Uni Münster: https://www.uni-muenster.de/studieninteressierte/bewerbung/studienplatztausch.html

Uni Freiburg: http://www.studium.uni-freiburg.de/de/studierendenservices/studienplatztausch-etc/studienplatztausch-etc

Charité:https://www.charite.de/studium_lehre/bewerbung_zulassung/hochschulwechsel_studienplatztausch/

Wenn alle genannten Kriterien erfüllt, die Formulare richtig ausgefüllt und die Fristen eingehalten worden sind, verläuft der Studienplatztausch meist ohne Probleme. Wichtig ist also vor allem: frühzeitig nach geeigneten Tauschpartnern und -partnerinnen suchen und auch wenn man nicht sofort eine Zulassung an der Wunsch-Uni hat: nicht den Kopf in den Sand stecken – vielleicht klappt es ja doch noch und du bist schneller in deiner Traumstadt an der Wunsch-Uni mit den lang vermissten Schulfreunden und -freundinnen und kannst dein Medizinstudium mit neuer Motivation fortsetzen.

Medizin studieren in Österreich?

Medizin studieren in Österreich?

Du überlegst in Österreich Medizin studieren und bist noch unentschlossen? Wir von Bewerbungsrenner können dir die Entscheidung nicht abnehmen, wollen dir aber ein paar Anhaltspunkte mit auf den Weg geben, die deine Entscheidung vielleicht erleichtern:

Für den Studienplatz im Fach Medizin in Österreich spielt deine Abinote keine Rolle, stattdessen qualifizierst du dich über einen Aufnahmetest, für den du dich gründlich vorbereiten musst.

20% der zu vergebenen Studienplätze gehen an EU-Bürger und Bürgerinnen. 2018 standen für 16.000 Bewerber und Bewerberinnen 1680 Studienplätze zu Verfügung.

Die Lebensunterhaltskosten in Österreich sind zwar höher als in Deutschland, du sparst allerdings hohe Studiengebühren, die z.B. in Ungarn und Rumänien anfallen würden.

Der Unterricht findet auf Deutsch statt und der Patienten- und Patientinnenkontakt findet ebenfalls auf Deutsch statt.

Du kannst dich seit dem 1.3. für den Aufnahmetest an einer der folgenden Universitäten in Österreich anmelden: Medizinische Universität Wien, Medizinische Universität Innsbruck, Medizinische Universität Graz, Medizinische Fakultät der JKU Linz (der Aufnahmetest MedAT kostet 110€, die du online bezahlst).

Die med. Uni Graz stellt kostenfrei Vorbereitungsmaterial für den Aufnahmetest zu Verfügung: https://vmc.medunigraz.at/add-on/login/index.php

Warum sich eine Bewerbung zum Sommersemester lohnt

Warum sich eine Bewerbung zum Sommersemester lohnt

In jedem Semester kannst du dich für ein höheres Fachsemester in Human- oder Zahnmedizin bewerben und damit deine Chancen auf eine Zulassung in Deutschland optimal nutzen. Warum sich eine Bewerbung gerade auch zum Sommersemester lohnt, erfährst du hier.

Warum sollte man sich zum Sommersemester bewerben?

Auch zum Sommersemester gibt es gute Bewerbungsmöglichkeiten auf höhere Fachsemester, was jedoch viele nicht wissen. Deshalb ist hier die Zahl der Bewerber und Bewerberinnen in der Regel sogar noch geringer und die Erfahrung zeigt, dass genauso zum Sommersemester Plätze frei werden, sowohl in vorklinischen als auch klinischen Semestern.

An wie vielen Unis kann man sich denn zum Sommersemester bewerben?

Welche Semester angeboten werden, siehst du hier. Die meisten Universitäten bieten zum Sommersemester insbesondere die geraden Semester an. Für Humanmedizin-Studierende gilt, wer eine Anrechnung über zum Beispiel ein, zwei oder drei Fachsemester hat, kann sich damit an fast allen Fakultäten bewerben.

Doch auch für Bewerbungen auf das erste klinische Semester sieht es insgesamt besser aus, als vielen bekannt ist. Denn zusätzlich zu den 18 Universitäten, die das 5. Fachsemester anbieten, kann man sich bei fünf weiteren Universitäten auch mit einem Physikumsbescheid auf das 4. Fachsemester bewerben (die übrigen Unis erlauben dies nicht). So kommt man dann auf 23 Bewerbungsmöglichkeiten, was immerhin zwei Drittel der Fakultäten ausmacht.

Für Zahnmedizin-Studierende ist die Bewerbung an 13 Universitäten auf alle Semester möglich und zusätzlich bei 14 Universitäten auf alle geraden Fachsemester.

Habt Ihr noch allgemeine Tipps zum Ortswechsel?

Wer einen Ortswechsel anstrebt, sollte mit den Bewerbungen nicht bis zum klinischen Studienabschnitt warten, sondern es schon in den Semestern davor versuchen. In der Regel ist spätestens nach zwei Semestern an einer Uni im EU-Ausland eine Bewerbung in Deutschland zum höheren Fachsemester erstmalig möglich, für Teilstudienplatzinhaber und Teilstudienplatzinhaberinnen ist die Bewerbung bereits nach dem ersten Semester möglich. Bewirbst du dich mehrfach, hast du insgesamt logischerweise die größten Chancen auf einen Studienplatz in Deutschland. Wie wir gesehen haben, ist es dabei sinnvoll, sich bei der Bewerbung gedanklich nicht auf einen Platz in einem bestimmten Fachsemester zu versteifen und auch nicht auf bestimmte Universitäten zu beschränken. 

Hier siehst du noch einmal, bei wie vielen Unis du dich für das Sommersemester 2019 bewerben kannst.

Neue medizinische Fakultäten in Deutschland

Für das Wintersemester 2018/ 2019 konnte man sich erstmals an der medizinischen Fakultät Bonn-Siegen für das Fach Humanmedizin bewerben – rund 2500 Menschen bemühten sich dann auch, um einen der 25 Plätze zu erhalten. Zum Sommersemester 2019 soll es möglich sein, einen Antrag auf Zulassung für das 2. Fachsemester zu stellen.

In den kommenden Jahren sollen weitere medizinische Fakultäten an den Standorten Augsburg und Bielefeld eröffnen.
Eigens für Augsburg soll sogar ein Modellstudiengang entworfen werden, der gezielt auf die Bedürfnisse der Medizinausbildung und des angestrebten Berufs zugeschnitten ist. Nach und nach soll dieser Studienstandort aufgebaut werden, erklärtes Ziel ist die Immatrikulation von 1500 Studierenden.
Der Standort Bielefeld wird sich wiederum am “Bochumer Modell” orientieren. Zweck dieser Fakultät wird die Verbesserung der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen.

Sicherlich wird der Versuch, Abhilfe im Studienplatzmangel zu schaffen, bei vielen Studierenden, die einen Ortswechsel ins höhere Fachsemester (früher Quereinstieg; genauere Erläuterung der Begriffe: https://www.bewerbungsrenner.de/fragen/) anstreben, positiv aufgenommen werden. Letztendlich kann jedoch nur gehofft werden, dass sich die Politik in den nächsten Jahren dieser Thematik intensiver widmet. Der Ärzte und Ärztinnen-Mangel scheint schließlich allen bewusst zu sein. Ob in Zukunft auch mehr Kapazitäten für Studierende der Zahnmedizin geschaffen werden, ist uns derzeit leider nicht bekannt.

Weitere Informationen findest du auf folgenden Internetseiten:

https://www.uni-bonn.de/studium/vor-dem-studium/faecher/humanmedizin-bonn-siegen
https://www.uni-augsburg.de/projekte/medizin/studium/
https://www.uni-bielefeld.de/medizin/
http://www.ww-kurier.de/artikel/72511-medizin-campus-bonn-siegen-ist-gestartet

10 Tipps für die Bewerbungen zum SoSe 2019

10 Tipps für die Bewerbungen zum SoSe 2019

Du studierst im Ausland Human- oder Zahnmedizin und möchtest durch Bewerbungen auf höhere Fachsemester deine Chance auf einen Studienplatz in Deutschland nutzen? Hier haben wir 10 Tipps für die Bewerbungsphase zusammengestellt:

1) Fristen & Universitäten prüfen

Hier findest du die Universitäten, an denen du dich zum SoSe 2019 bewerben kannst, inklusive der Bewerbungsfristen.

2) Bewerbungssemester

Anhand der oben genannten Liste kannst du prüfen, an welcher Uni du dich auf dein gewünschtes Semester bewerben kannst. Beachte: Dein Bewerbungssemester ergibt sich aus deinem Anerkennungsbescheid vom Landesprüfungsamt.

Innerhalb des vorklinischen Studienabschnitts werden tendenziell immer weniger Semester anerkannt, als du bereits studiert hast. Mit wie vielen Semestern du rechnen kannst, kannst du in unserer Tabelle der Erfahrungswerte nachschauen klicke einfach hier   Jedoch ist es wichtig, zu wissen, dass jeder Fall individuell ist und das letzte Wort das Landesprüfungsamt hat. Beispiel: Du hast in Timisoara 3 Semester studiert und dir werden vom Landesprüfungsamt 2 Semester anerkannt, dann kannst du dich in Deutschland auf das 3. Fachsemester bewerben.

Hast du im Ausland bereits den vorklinischen Studienabschnitt erfolgreich abgeschlossen bzw. wirst ihn im aktuellen Semester abschließen, wird dir in der Regel dein Physikum in Deutschland anerkannt. In diesem Fall reichen meistens 4 studierte Fachsemester aus, um 4 Fachsemester angerechnet zu bekommen. Wichtig ist, dass du unbedingt auch das Krankenpflegepraktikum vollständig absolviert hast, da sonst das Physikum nicht anerkannt werden kann.

Hast du Fragen zur Anerkennung, kannst du uns gerne ansprechen.

3) Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen vorbereiten

Informiere dich, welches Landesprüfungsamt für die Anerkennung deiner im Ausland erbrachten Leistungen zuständig ist. Den Antrag an das Landesprüfungsamt kannst du auf der Internetseite des Prüfungsamtes herunterladen und bereits vorbereiten.

Landesprüfungsämter für Humanmediziner/Humanmedizinerinnen

Wenn du Humanmedizin studierst, ist das Landesprüfungsamt des Bundeslandes für dich zuständig, in dem du geboren bist. Das Gute daran ist: Dieser Bescheid gilt für alle Bundesländer bzw. (fast) alle medizinischen Fakultäten. Bist du im Ausland geboren, ist das Landesprüfungsamt Nordrhein Westfalen für dich zuständig.

Landesprüfungsämter für Zahnmediziner/Zahnmedizinerinnen

Wenn du Zahnmedizin studierst, ist das Landesprüfungsamt des Bundeslandes für Dich zuständig, in dem Du mit einem Wohnsitz gemeldet bist. Falls Du nicht mehr in Deutschland gemeldet bist, ist generell das Landesprüfungsamt Thüringen für Dich zuständig. Anders als in Humanmedizin erhalten Zahnmediziner und Zahnmedizinerinnen einen vorläufigen Anerkennungsbescheid. Wenn du einen Studienplatz hast, musst du eventuell noch einmal vom Bundesland der Uni eine Anrechnung beantragen.

4) Erstellen der Bewerbung

Die Bewerbungen an den Universitäten gestalten sich unterschiedlich.

Ein Großteil der Unis arbeitet mit Onlineportalen, bei einigen muss man sich registrieren, andere funktionieren ohne Registrierung. Hier wird man Schritt für Schritt durch die Bewerbung geführt und am Ende erhält man seinen Antrag auf Zulassung als PDF. Dieser muss in der Regel ausgedruckt, unterschrieben und mit den geforderten Unterlagen zur Uni geschickt werden.

Wenige Unis stellen auf ihrer Internetseite den Antrag auf Zulassung als PDF direkt zum Download zur Verfügung. Dieser wird handschriftlich oder am Rechner ausgefüllt und ebenso mit allen Unterlagen, unterschrieben zur Uni geschickt.

5) Prüfen des jeweiligen Zulassungsantrags auf einzureichende Dokumente

Auf dem Zulassungsantrag findest du häufig die Informationen über die einzureichenden Dokumente und ob zum Antrag auf Zulassung ein weiteres Dokument ausgefüllt und mitgeschickt werden muss.

Wenn amtliche Beglaubigungen von der Uni gefordert werden, müssen diese bei einer Stelle für amtliche Beglaubigungen durchgeführt werden (gut beraten ist man hier bei einem Notar oder dem Bürgeramt).

Beachte: Eine Beglaubigung, die von einem Rechtsanwalt/einer Rechtsanwältin durchgeführt wird, reicht in diesem Fall nicht aus.  

Und zu guter letzt bitte nicht vergessen, den Antrag persönlich zu unterschreiben.

6) Bewerbung rechtzeitig zum 15.01. bzw. 15.03. verschicken

Beachte: Da das Semester frühestens im Januar abgeschlossen wird, geben die Universitäten eine Nachreichfrist für das Einschicken der anerkannten Leistungen vom Landesprüfungsamt. Diese Frist gilt jedoch nicht für den Antrag auf Zulassung! Dieser muss zur ersten Frist (in den meisten Fällen der 15.01., in Nordrhein Westfalen der 15.03.) in der Uni vorliegen.

Die Nachreichfristen der Universitäten findest du auf dem Zulassungsantrag, im Onlineportal der Uni oder auf der Uni eigenen Webseite. Da diese Fristen unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, eine Übersicht der Nachreichdaten zu erstellen.

7) Semester abschließen und Leistungsanerkennung beantragen

Sobald der letzte Kurs des Wintersemesters abgeschlossen ist, gilt es keine Zeit zu verlieren. Besorge dir schnell deine aktuelle Notenübersicht und lasse diese für die Leistungsanerkennung beglaubigen.

Den vorbereiteten Antrag auf Anerkennung reiche nun direkt bei dem für dich zuständigen Landesprüfungsamt ein. Um die Nachreichfrist einhalten zu können, darf man hier wirklich keine Zeit verlieren.  

Möchtest du dir dein Physikum anerkennen lassen, reiche deine aktuelle Notenübersicht bzw. deine erworbenen Scheine, deine Immatrikulationsbescheinigung, Zeugnisse über den geleisteten Krankenpflegedienst und ggf. Erste-Hilfe-Kurs sowie den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag auf Anerkennung beim Landesprüfungsamt ein. Beachte, dass du deine Unterlagen häufig im Original oder in beglaubigter Kopie einreichen musst.

8) Nachreichen der Leistungsanerkennung

Sobald du deine Leistungsanerkennung erhalten hast, reiche diese in einfacher oder beglaubigter Kopie nach, wenn von der Uni innerhalb der Nachreichfrist gefordert. Vereinzelte Universitäten verlangen die Leistungsanerkennung erst zur Einschreibung. Diese Info wirst du auf dem Zulassungsantrag finden, deswegen ist es ratsam, sich diesen vor Verschickung auch noch einmal gesondert abzuspeichern.

9) Bewerbungsstatus prüfen

Die Unis nutzen unterschiedliche Portale. Speichere dir die Zugangsdaten der verschiedenen Bewerbungsportale gut ab, so kannst du regelmäßig den Status deiner Bewerbung prüfen.

Wir empfehlen, den Status jeder Bewerbung vor dem Ablaufen der Nachreichfrist zu prüfen. Mehrere Unis machen in ihren Portalen auf mögliche fehlende Unterlagen aufmerksam. Innerhalb der Nachreichfrist kannst du unter Umständen diesen Mangel noch beheben, so dass deine Bewerbung ins Verfahren eingehen kann.

10) Nun heißt es, auf das Beste hoffen. Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen 🙂

Es grüßt euch Christina von Bewerbungsrenner