Bewerbungen ins höhere Fachsemester Medizin und Zahnmedizin trotz Corona-Pause? Der Bewerbungsrenner ist zuversichtlich!

Bewerbungen ins höhere Fachsemester Medizin und Zahnmedizin trotz Corona-Pause? Der Bewerbungsrenner ist zuversichtlich!

Viele Studierende fragen sich gerade, ob angesichts der unklaren Situation nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine Bewerbung ins höhere Fachsemester im Wintersemester 2020/21 an den deutschen Universitäten möglich sein wird. Wir möchten euch mit diesem Artikel unsere Einschätzung zu dieser Frage geben. 

 

So viel gleich zu Beginn: Eine Bewerbung ins höhere Fachsemester ist in den meisten Fällen, in denen die Bewerbung auch zu regulären Bedingungen möglich gewesen wäre, weiterhin möglich und sinnvoll. Wie viele der möglichen Bewerbungen davon betroffen sein könnten, hängt letztendlich von der zukünftigen Entwicklung und deiner individuellen Situation ab. In manchen Fällen wäre auch eine Bewerbung in ein niedrigeres Fachsemester als ursprünglich geplant eine sinnvolle Alternative.

 

In den meisten europäischen Ländern findet der Lehrbetrieb an den Universitäten im Moment nur eingeschränkt bzw. gar nicht statt. Ob die Bewerbungsfristen der deutschen Universitäten verlängert werden, ist im Moment leider nicht absehbar.  

 

Die reguläre Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2020/21 ist der 15.7. bzw. der 15.8. in Greifswald und der 15.9. an den Unis in NRW. Zu dieser Frist müssen in der Regel alle Unterlagen bis auf den Anrechnungsbescheid eingereicht werden.

 

Für die Vorlage der Anrechnungsbescheide gilt im Allgemeinen eine eigene Nachreichfrist und diese ist je nach Universität unterschiedlich. 

 

Ob die Bewerbung an den deutschen Universität funktioniert, hängt in erster Linie davon ab, ob der passende Anrechnungsbescheid vom zuständigen Landesprüfungsamt rechtzeitig vorgelegt werden kann.

 

Sollte sich der Lehrbetrieb im laufenden Sommersemester um 3-4 Wochen verzögern, wäre das nach unserer Einschätzung für die allermeisten Bewerbungen unproblematisch. Die regulären Nachreichfristen bieten dafür genügend Spielraum. (Es sei denn, ihr wollt euch mit Physikum bewerben und müsst noch Teile eures Krankenpflegedienstes ableisten.) Der Anrechnungsbescheid kann dann noch rechtzeitig beantragt werden, sodass der allergrößte Teil der Bewerbungen trotzdem gültig sein würde. 

 

Wir sind zuversichtlich und gehen davon aus, dass die Universitäten bald Lösungen finden werden, um den Lehrbetrieb in veränderter Form wieder aufzunehmen, beispielsweise durch Online-Kurse und Anpassung der Räumlichkeiten für die Examensprüfungen. Schließlich liegt es auch in deren Interesse, dass der Betrieb möglichst bald weitergehen kann.

 

Was die deutschen Universitäten und deren Nachreichfristen betrifft: Am wenigstens Zeit haben die BewerberInnen in Hannover, wo alle Unterlagen – ausnahmsweise einschließlich Anrechnungsbescheid – zur Hauptfrist am 15.7. bereits vorliegen müssen. Es folgen die Nachreichfristen in Dresden, Leipzig und Oldenburg am 31.7.  Die Bewerbungen an diesen vier Universitäten wären also als erstes von den Einschränkungen betroffen. 

 

Die Fristen in Göttingen und Heidelberg laufen am 15. August ab. Bei den restlichen Universitäten haben die BewerberInnen zumindest bis Ende August bzw. in vielen Fällen noch bis September Zeit, den Anrechnungsbescheid nachzureichen. In Ausnahmefällen ist es sogar möglich, den Bescheid erst bei Einschreibung vorzulegen. Ohnehin bieten nicht alle Universitäten immer das korrekte Bewerbungssemester an. Es kann also sein, dass du von den frühen Fristen ohnehin nicht betroffen wärst.

 

Eine mögliche Alternative wäre auch die Bewerbung in ein niedrigeres Fachsemester als ursprünglich geplant. Sollte es sich abzeichnen, dass sich der Lehrbetrieb sich noch weiter als 4 Wochen verzögert, könntet ihr möglicherweise mit euren bisherigen Studienleistungen schon eine Anrechnung beantragen und euch mit dieser – niedrigeren – Anrechnung bewerben.

 

Ob und wie eine Bewerbung ins höhere Fachsemester in deinem konkreten Fall möglich und sinnvoll ist, kann gerne mit uns besprochen werden. Wir laden herzlich dazu ein, über unsere Homepage einen kostenlosen Termin zur Telefonberatung zu vereinbaren. Wir rufen dich zum vereinbarten Zeitpunkt an, sodass du keinerlei Kosten hast.

 

Bei Fragen rund um den Bewerbungsprozess und die veränderte Situation stehen wir euch gerne auch per Mail zur Verfügung!

Von Mainz nach Mecklenburg-Vorpommern: Neuerungen im Medizinstudium

Von Mainz nach Mecklenburg-Vorpommern: Neuerungen im Medizinstudium

Landarzt- Landärztinnenquote und Gesundheitspraktikum jetzt auch für Mainz

Vielerorts versucht man derzeit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes zu entsprechen, indem die Zulassungsvoraussetzungen zum Medizinstudium überdacht und den Forderungen des obersten Gerichts angepasst werden. So nun auch in Rheinland-Pfalz, wo die Neuregelung der Zulassungsvoraussetzungen für das Medizinstudium bereits beschlossen wurden und ab dem Sommersemester 2020 in Kraft treten sollen.

Neu ist zunächst vor allem die Landarztquote, über die 20% der Erstsemester zugelassen werden sollen. Auch in Rheinland-Pfalz versucht man so dem zunehmenden Ärztemangel auf dem Land zu begegnen.

Weitere 30% sollen nach wie vor ihren Studienplatz über die Abiturnote erhalten können.

Der größte Anteil an Studienplätzen, nämlich 60% sollen durch ein von der Hochschule festgelegtes Auswahlverfahren die Möglichkeit erhalten, einen der begehrten Medizinstudienplätze zu erhalten.

Die verbleibenden 10% der Studienplätze sollen je nach „Eignung“ vergeben werden, wobei zum Nachweis derselben Gesundheitskompetenz- und Versorgungspraktika eingeführt werden sollen. Dies wird jedoch frühestens zwei Jahre nach Inkrafttreten der Neuregelung passieren. Insbesondere die Gesundheits- und Versorgungspraktika sollen eine weitere Öffnung des Medizinstudiums für diejenigen ermöglichen, die nicht mit ihrem Abitur, jedoch mit Empathie, Motivation und Erfahrung überzeugen können.

Medizin studieren in Mecklenburg-Vorpommern

Während das Medizinstudium für viele Abiturientinnen und Abiturienten ohnehin verlockend ist, locken Mecklenburg-Vorpommerns Universitäten nun auch mit Stipendien.

Interessant sein, könnten diese für diejenigen, denen es leichtfällt längerfristig zu planen und sich schon jetzt festzulegen, was den Ort der Facharztausbildung betrifft.

Für den monatlichen Erhalt von zunächst 300€ muss die Stipendiatin/der Stipendiat sich verpflichten, ihre/seine Facharztausbildung für mindestens 5 Jahre in ländlichen Regionen – ambulant, im Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst zu absolvieren.

Das Angebot der finanziellen Unterstützung der angehenden Medizinerin/des angehenden Mediziners kann auch auf das Praktische Jahr erweitert werden, wobei dann eine monatliche Unterstützung von 200€ möglich ist, sofern das Praktische Jahr in einer Allgemeinpraxis geleistet wird. Findet das PJ in Praxen außerhalb von Greifswald und Rostock statt, ist sogar eine finanzielle Unterstützung von bis zu 800€ möglich.

Die bereits vorhandene Immatrikulation an der Universität Greifswald bzw. Rostock wird jeweils vorausgesetzt, wodurch sich das Stipendium von der Landarztquote unterscheidet.

Letztere soll ab dem Wintersemester 2021 in Kraft treten, sodass dann jeder zehnte Medizinstudienplatz denjenigen vorbehalten sein soll, die sich verpflichten für 10 Jahre als Landärztinnen und Landärzte im Land tätig zu sein. Der Numerus Clausus soll hierbei zweitrangig sein.

Auch wenn es hinsichtlich der Bewerbungen zum höheren Fachsemester derzeit keine Meldungen gibt, nach denen auch hier die Zulassungskriterien verändert werden, informieren wir an dieser Stelle über die besagten Neuerungen da etwaige Studienstandorte in Deutschland vielleicht euer Interesse wecken, die ihr bisher gar nicht auf dem Schirm hattet. Und auch, wer evtl. einen Studienplatz zum höheren Fachsemester in Rostock oder Greifswald ergattert, möchte ggf. informiert sein über die Möglichkeit, ein Stipendium zu erhalten.

Warum sich eine Bewerbung zum Sommersemester lohnt

Warum sich eine Bewerbung zum Sommersemester lohnt

In jedem Semester kannst du dich für ein höheres Fachsemester in Human- oder Zahnmedizin bewerben und damit deine Chancen auf eine Zulassung in Deutschland optimal nutzen. Warum sich eine Bewerbung gerade auch zum Sommersemester lohnt, erfährst du hier.

Warum sollte man sich zum Sommersemester bewerben?

Auch zum Sommersemester gibt es gute Bewerbungsmöglichkeiten auf höhere Fachsemester, was jedoch viele nicht wissen. Die Zahl der Bewerber und Bewerberinnen ist in der Regel sogar noch geringer, aber die Erfahrung zeigt, dass genauso zum Sommersemester Plätze frei werden, sowohl in vorklinischen als auch klinischen Semestern.

An wie vielen Unis kann man sich denn zum Sommersemester bewerben?

Welche Semester angeboten werden, siehst du hier. Die meisten Universitäten bieten zum Sommersemester insbesondere die geraden Semester an. Für Humanmedizin-Studierende gilt, wer eine Anrechnung über zum Beispiel 1 oder 3 Fachsemester hat, kann sich damit an fast allen Fakultäten bewerben. Doch auch wenn du 2 oder 4 Fachsemester anerkannt bekommen hast, lohnt sich die Bewerbung.

Denn für Bewerbungen auf das erste klinische Semester sieht es insgesamt besser aus, als vielen bekannt ist. Zusätzlich zu den 18 Universitäten, die das 5. Fachsemester anbieten, kann man sich bei fünf weiteren Universitäten auch mit einem Physikumsbescheid auf das 4. Fachsemester bewerben (die übrigen Unis erlauben dies leider nicht). So kommt man dann auf 23 Bewerbungsmöglichkeiten, was immerhin zwei Drittel der Fakultäten ausmacht.

Für Zahnmedizin-Studierende ist die Bewerbung an 13 Universitäten auf alle Semester möglich und zusätzlich bei 14 Universitäten auf alle geraden Fachsemester.

Habt Ihr noch allgemeine Tipps zum Ortswechsel?

Wer einen Ortswechsel anstrebt, sollte mit den Bewerbungen nicht bis zum klinischen Studienabschnitt warten, sondern es schon in den Semestern davor versuchen. In der Regel ist spätestens nach zwei Semestern an einer Uni im EU-Ausland eine Bewerbung in Deutschland zum höheren Fachsemester erstmalig möglich, für Teilstudienplatzinhaber und Teilstudienplatzinhaberinnen ist die Bewerbung bereits nach dem ersten Semester möglich. Bewirbst du dich mehrfach, hast du insgesamt logischerweise die größten Chancen auf einen Studienplatz in Deutschland. Wie wir gesehen haben, ist es dabei sinnvoll, sich bei der Bewerbung gedanklich nicht auf einen Platz in einem bestimmten Fachsemester zu versteifen und auch nicht auf bestimmte Universitäten zu beschränken. 

Hier siehst du noch einmal in Kürze die wichtigsten Informationen zur Bewerbung auf das Sommersemester 2020.

Neue Zulassungskriterien für medizinische Studiengänge ab 2020

Neue Zulassungskriterien für medizinische Studiengänge ab 2020

Ab dem Frühjahr 2020, das heißt, schon für das kommende Sommersemester sollen die neuen Zulassungskriterien für Bewerber und Bewerberinnen für das erste Fachsemester in medizinischen Studiengängen greifen. Die beschlossenen Veränderungen im Zulassungsverfahren resultieren aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Ende 2017, welches das Zulassungsverfahren zur Humanmedizin teilweise für verfassungswidrig erklärt hatte und eine Änderung desselben bis Ende 2019 forderte. Während sich das Urteil explizit nur auf die Humanmedizin bezog, hat man beschlossen die Zulassungskriterien für alle medizinischen Studiengänge sowie für Pharmazie zu ändern.

Wie die Zulassung zum ersten Semester bisher geregelt ist

Bisher wurden 20% der Studienplätze in medizinischen Fächern nach der Abiturnote vergeben, was durch den enorm hohen Andrang in der Humanmedizin dazu führt, dass meist nur Bewerber mit einem Abitur im vorderen Einserbereich eine Chance auf einen Studienplatz haben. Weitere 20% der Plätze wurden nach der Wartezeit vergeben, wobei die Wartezeit zuletzt bei bis zu 15 Semestern lag. Schon jetzt war es so, dass ca. 60% der Plätze über individuelle Auswahlverfahren der Universitäten vergeben wurden, wobei hauptsächlich Mediziniertests wie der TMS (Test für medizinische Studiengänge) herangezogen wurden.

Was sich im Einzelnen ändern wird

Schon für alle, die sich zum Sommersemester 2020 bewerben wollen, gelten die neuen Zulassungskriterien, die darauf abzielen sollen, die persönliche Eignung der Bewerber und Bewerberinnen für medizinische Tätigkeiten stärker in den Vordergrund zu rücken. Nichtsdestotrotz werden nunmehr nicht nur 20, sondern sogar 30% der Plätze über die Abiturnote vergeben. Dahingegen wird die sog. Wartezeitquote abgeschafft, wobei noch verhandelt wird, ob es für die aktuell Wartenden eine Übergangslösung geben wird. Während einerseits argumentiert wird, dass Wartezeit alleine nicht für ein Medizinstudium qualifiziert, wohingegen die sinnvoll für eine medizinische Berufsausbildung genutzte Zeit auch im neuen Zulassungsverfahren Berücksichtigung finden würde, argumentiert man andererseits, dass das Vertrauen der Studienanwärter und -anwärterinnen erschüttert würde, insofern man als Wartender oder Wartende in einer Warteschlange davon ausgeht irgendwann dran zu kommen. Ist dies dann plötzlich nicht der Fall, kann wiederum mit Klagen gerechnet werden.

60% der medizinischen Studienplätze sollen zukünftig anhand von Kriterien vergeben werden, welche die Universitäten zum Teil selbst bestimmen können, wobei neben der Abiturnote mindestens zwei weitere Kriterien Berücksichtigung finden müssen, die schulnotenunabhängig, zugleich aber von hoher Gewichtung sind. Eines der beiden Kriterien wird für alle Universitäten vorgegeben werden, wobei es sich wahrscheinlich um einen spezifischen Medizinertest handeln wird. Unklar ist bislang noch, ob man den TMS oder eher den HAM-Nat heranziehen wird. Als weiteres Kriterium kämen dann z.B. noch Auswahlgespräche, aber auch berufliche Vorerfahrungen in Frage. Unterscheiden können sich die Zulassungskriterien der verschiedenen Universitäten, insofern diese bis zu 15% ihrer Plätze nach eigenen Kriterien vergeben können, was von der sog. Unterquote geregelt wird.

Da die neuen Zulassungsregelungen nach wie vor den enormen Bedarf an Nachwuchs-Medizinern und -Medizinerinnen bei weitem nicht decken wird, sind auch gewisse Stipendien und Quotenregelungen im Gespräch. Hier ist es insbesondere die Landarztquote, die denjenigen einen Zugang zum Studium ermöglichen soll, die sich schon vor Studienbeginn verpflichten nach ihrem Abschluss 5 bis 10 Jahre als Landarzt tätig zu sein. In diesem Fall soll die Abiturnote dann keine Rolle mehr spielen, sodass die Landarztquote besonders für Bewerber und Bewerberinnen interessant ist, die zwar nicht das beste Abitur mitbringen, jedoch nicht davor zurückschrecken, sich schon früh fachlich festzulegen und an eine Region zu binden.

Kritische Stimmen zur Neuregelung

Kritisiert wird vor allem die Ausweitung der Abiturbestenquote auf 30 anstelle vormals 20%. Während einige in der Abiturdurchschnittsnote meinen, die kognitiven sowie naturwissenschaftlichen Fähigkeiten ablesen zu können, kritisieren andere, dass allein der Numerus Clausus kein Indiz für die berufliche Eignung als Mediziner oder Medizinerin darstellt und stattdessen berufliche Vorerfahrungen stärker Berücksichtigung finden sollten.

Unter dem nachfolgenden Link erfahrt ihr mehr zu den neuen Zulassungskriterien, die ab 2020 für medizinische Studiengänge gelten.

https://www.zeit.de/campus/studienfuehrer/2019/medizinstudium-bewerbungsverfahren-veraenderung-nc-zeq-fairness

Wissenswertes rund ums Medizinstudium

Wissenswertes rund ums Medizinstudium

Teil 3 – Medizin studieren im Ausland – Goodbye Deutschland oder die Frage wo die ‚Reise‘ hingehen soll

Wenn du unbedingt dein Medizinstudium aufnehmen und keine Zeit verstreichen lassen willst, dein NC aber nicht im Eins-Komma Bereich ist, dann besteht auch die Möglichkeit im Ausland dein Studium zu absolvieren oder zumindest dort zu beginnen. Wenn du schon jetzt weißt, dass du nicht das gesamte Medizinstudium im Ausland absolvieren willst, empfiehlt es sich unbedingt, dass du dich auf einen Studienplatz innerhalb der EU bewirbst. Denn nur, wer sich aus einem EU-Land kommend zum höheren Fachsemester auf einen Studienplatz in Deutschland bewirbt, gilt als sog. „Ortswechsler“ bzw. „Ortswechslerin“. Andernfalls gilt man als Quereinsteiger und hat an ca. 2/3 aller Universitäten keine Chancen auf einen Platz, insofern zunächst alle freien Studienplätze an die Ortswechsler gehen, bevor Quereinsteiger überhaupt berücksichtigt würden. Da es aber jedes Semester weitaus mehr Ortswechsler als freie Plätze gibt, finden Quereinsteiger in der Regel gar keine Berücksichtigung. Etwas anders verhält es sich an dem einen Drittel der Universitäten, das lost, nämliche den bayerischen Universitäten. Diese unterscheiden nicht zwischen Ortswechslern und Quereinsteigern, sodass sich diese beiden Bewerbertypen beide im selben Lostopf befinden und man als Quereinsteiger zumindest keinen Nachteil gegenüber den Ortswechslern hat. Mehr zu einem möglichen Studium in Österreich, erfährst du unter dem nachfolgenden link: https://www.bewerbungsrenner.de/medizin-studieren-in-oesterreich/

Natürlich kommen neben Österreich noch andere Länder in Frage, sehr beliebt ist z.B. das Medizinstudium an der Semelweis Universität in Budapest, wobei man sich vor einer eventuellen Bewerbung unbedingt über die teilweise sehr hohen Studiengebühren informieren sollte. Auch wichtig ist die Frage nach dem Verlauf des Studiums, da z.B. an einigen ungarischen Universitäten nur die ersten 4 vorklinischen Semester angeboten werden. Anschließend muss man sich, sofern man sich des Ungarischen noch nicht ermächtigen konnte, also um einen Wechsel bemühen. In Frage kommen dann also Bewerbungen zurück an eine deutsche Universität oder aber das Fortsetzen des Studiums in Ungarn oder einem anderen Land, welches auch die klinischen Semester in deutscher oder englischer Sprache anbietet.

Wie kann ich zum höheren Fachsemester nach Deutschland zurück wechseln?

Wenn ihr euch entschieden habt ohne Zeitverlust euer Medizinstudium im EU-Ausland aufzunehmen und ihr dann zum höheren Fachsemester zurück nach Deutschland wechseln wollt, könnt ihr die womöglich bis zu über 30 Bewerbungen auch von uns machen lassen. Wenn ihr noch unsicher seid, ob ihr unser Angebot wahrnehmen möchtet, könnt ihr euch auf unserer Webseite dazu belesen oder aber auch über unsere Webseite ein kostenloses Beratungsgespräch mit uns vereinbaren. Gerne rufen wir euch dann an und klären alle offenen Fragen. Aber auch per Email sind wir jederzeit erreichbar und melden uns so schnell wie möglich zurück. Unsere eigentliche Dienstleistung besteht dann, nachdem ihr uns beauftragt habt darin, eure Bewerbungen frist- und formgerecht zusammenzustellen und direkt an die Universitäten weiterzuleiten. Natürlich informieren wir euch, wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt die Bescheide der Universitäten bei uns eintreffen. Das heißt, wir nehmen euch gerne den bürokratischen Aufwand ab und tragen Sorge dafür, dass die bestmöglichen Bewerbungsvoraussetzungen geschaffen sind, sodass ihr euch auf eure noch ausstehenden Prüfungen konzentrieren könnt. Eine Garantie für eine Studienplatzzusage können wir hingegen nicht geben, da wir keine Vermittlungsagentur sind, sondern lediglich die Bewerbungen an den deutschen Universitäten für euch übernehmen. Welche Unterlagen wir von euch benötigen, erfahrt ihr spätestens bei der Anmeldung. Vorab könnt ihr euch hierzu aber auch auf unserer Webseite unter der Rubrik „Fragen“ belesen oder uns ganz konkret zu einzelnen Dokumenten befragen. Zögert also nicht euch zu unserer Dienstleistung zu informieren und uns Löcher in den Bauch zu fragen. Wir haben nicht immer sofort die passende Antwort parat, sind aber sehr bemüht auf eure individuellen Studiensituationen einzugehen und euch bestmöglich zu beraten und zu bewerben.

Hier der Link zur Rubrik „Fragen“ auf unserer Webseite https://www.bewerbungsrenner.de/fragen/

Und hier der Link zur Vereinbarung eines kostenlosen Beratungstermins: https://2019b.bewerbungsrenner.de/termin/prereg-adhoc

Wissenswertes rund ums Medizinstudium

Wissenswertes rund ums Medizinstudium

Teil 2 – Wer die Wahl hat, hat die Qual: Regel- oder Modellstudiengang?

Solltet ihr euch entschieden haben, in Deutschland Medizin studieren zu wollen und die NC Hürde ebenfalls gemeistert oder umgangen haben, stellt sich dennoch eine weitere wichtige Frage. Nämlich die, ob ihr in einem Regelstudiengang oder in einem Modellstudiengang studieren wollt. Es lohnt sich, diese Frage nicht leichtfertig zu beantworten, sondern sich etwas eingehender mit den Unterschieden bezüglich des Studienverlaufs zu beschäftigen.

Regelstudiengänge

Entscheidet ihr euch für ein sog. Regelstudium, bedeutet dies, dass ihr ganz der Tradition entsprechend zunächst 4 vorklinische Semester absolviert (2 Jahre Vorklinik), die ihr mit dem ersten Staatsexamen, dem sog. Physikum , abschließt. Das Physikum setzt sich aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil zusammen, der an zwei Tagen hintereinander absolviert wird. Dabei gibt es insgesamt 600 Prüfungsfragen aus allen vorklinischen Fächern in Form eines Multiple Choice Tests. Für die mündliche Prüfung sind hingegen „nur“ 3 Fächer prüfungsrelevant, nämlich Anatomie, Biochemie und Physiologie.

Nach dem erfolgreich absolvierten Physikum erwartet euch dann der acht semestrige (4 jährige) klinische Teil des Studiums. Insgesamt kommt ihr also auf 6 Studienjahre, was 1:1 der Dauer eines Medizinstudiums im Modellstudiengang entspricht. Die finale Abschlussnote setzt sich zu 1/3 aus der Physikumsnote und zu 2/3 aus der Note des 2. Staatsexamens zusammen.

Modellstudiengänge

Entscheidet ihr euch für eine Universität, die einen Modellstudiengang Medizin anbietet, bedeutet dies, dass es keine Trennung zwischen Vorklinik und Klinik und dementsprechend in den meisten Fällen kein Physikum im klassischen Sinn gibt. Stattdessen werden klinische und vorklinische (naturwissenschaftliche und praktische) Inhalte gleichermaßen von dem ersten Semester an integriert unterrichtet. So werden nach und nach Module zu verschiedenen Oberthemen angeboten, so z.B. zum Thema „Bewegung“. Der Fokus liegt dabei auf anschaulichen Patientenfällen, womit u.a. auch der für das Medizinstudium typischen „Bulimie-Lernerei“ entgegen gewirkt wird. Die physikumsrelevanten Prüfungen werden in Form von fünf Prüfungen in der ersten Studienphase getestet, wobei von Anfang an viel Wert auch auf den praktischen Anteil des Studiums gelegt wird. Physik, Chemie und Biochemie werden dementsprechend aufgesplittet. Anstatt die genannten Fächer wie gehabt als Einzelfächer zu unterrichten, werden diese den jeweiligen Organsystemen zugeordnet und bis zum Studienende geprüft. Es gibt jedoch auch Modellstudiengänge, in denen ganz regulär nach 4 Semestern das Physikum stattfindet. Eine Verallgemeinerung hinsichtlich der Frage, ob das Physikum absolviert werden muss oder nicht, ist deshalb nicht möglich. In den höheren Semestern werden die bereits angesprochenen Inhalte der verschiedenen Module dann wieder aufgegriffen und vertieft.

Für potentielle Ortswechsler und Ortswechslerinnen können die Unterschiede zwischen Regel- und Modellstudiengang dazu führen, dass der vom Landesprüfungsamt ausgestellte Anrechnungsbescheid nicht 1:1 übernommen wird, da es von Seiten der Universität Beanstandungen gibt, wenn z.B. die praktische Erfahrung fehlt, die den Modellstudiengang kennzeichnet.

An welchen Universitäten Regelstudiengänge und an welchen Modellstudiengänge angeboten werden, erfahrt ihr hier: